Mittwoch, September 07, 2005

Baggersee

Endlich darf Camus im Baggersee schwimmen.


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Dienstag, September 06, 2005

Spontaneität

Im chat. Dresden - Schwabenlandregion.
Camus:
Ich weiss gar nicht was ich mit dem angebrochenen Tag anfangen soll.
Herr K.: komm doch vorbei.
Camus: ja, meinst du wirklich?
Herr K.: ich schau mal im netz…..
Herr K.: also der letzte Zug fährt in 40 Minuten ab.
Camus: meinst du ich schaff das?
Herr K.: Probiers aus.
Die letzte Nachricht konnte nicht empfangen werden, da der Kontakt nicht angemeldet zu sein scheint.

5 Stunden später Camus am Telefon.
Herr K.:
Bist du im Zug? Oh ich freue mich so sehr, dass du so spontan vorbeikommst.
Camus: so eine Schnappsidee. Ich hasse Zugfahren.


Noch 3 Stunden später. Bahnhof. Zwei Gleise. Camus kommt auf Gleis 1 an. Ein nun doch glückliches Lächeln strahlt die Familie des Herr K. und ebendiesen selbst aus Camus Gesicht an.

Montag, September 05, 2005

Das goldene Kalb

Gerade wollte ich Mama beim Einkauf in Ravensburg darauf hinweisen, dass die Menschen hier ja so viel besser gekleidet sind und die Stadt so gut in Schuss und der Wohlstadt der Region einem ins Auge fällt, und wie angenehm das doch ist, da steht doch der dumme Mob vor mir, Mittfünfzigerin, BMI schätzungsweise 35, etwas was eigentlich wohl eine Hüfthose sein sollte und dazu ein Top. Der wohlgenährte Bauch schmückt sich mit einem Piercing.
Der Tanz ums goldene Kalb.

Sonntag, September 04, 2005

Ratten

Lieber Ratten im Keller als die Verwandtschaft im Haus. Dummer Spruch ländlicher Weisheit. Aber man fragt sich halt schon was man davon zu halten hat, wenn man die Lieben eingeladen hat, um sie mal wieder zu sehen und dann gefragt wird, ob man sich dann auch mal entscheiden könne, was für ein Arzt man werden möchte, nachdem man lang und breit Vor- und Nachteile seiner zwei Favoriten dargelegt hat, auch, wenn man nach 14 Jahren vegetarischer Ernährung immer noch gefragt wird ob denn wenigstens Fisch, und wenn nicht Fleisch, was ist dann mit Hühnchen? Auch wird dann über Studenten hergezogen, die zu lange studieren und heute, da gehen die ja alle noch ins Ausland, was das uns alle kostet….
Ich glaube ich habe meine Weihnachtsschuld schon abgeleistet.

Samstag, September 03, 2005

Wiedersehenswillen

Wenn man wo zu Besuch ist und dann was liegen lässt, dann ist das doch ein Zeichen dafür, dass man wieder gerne zurückkommt. Heute da habe ich was in der Tasche einer lieben Person vergessen. Ich finde das ist dann noch getoppt, denn durch das Einbringen eines wichtigen Gegenstandes in ein wichtiges Gegenstandobjekt einer anderen Person möchte man doch immer dort sein wo eben diese ist.
Und immerhin bringt es ein zweites Treffen.

Freitag, September 02, 2005

Schwäbisches Gemüt

Bei Gutscheinbuch.de gibt es wie der Name schon erahnen lässt ein Buch voller Gutscheine. Man kann dann zu zweit essen gehen, bezahlt aber nur ein Gericht. Und mit einem Besuch ist der Kostenaufwand eigentlich schon wieder drin. Mein Bruder und seine Freundin, hoffentlich meine zukünftige Schwägerin, haben mich damit zum essen eingeladen. In einem poschen Restaurant. Auf Badegäste blickend gourmierte ich einen in Riesling gedünsteten Lachs. Schmatz.
Beim Bezahlen der Rechnung hatten wir das Gutscheinbuch vorgelegt und die Bedienung hat auch ein Essen weniger berechnet, aber den Gutschein nicht ungültig gemacht. Begeistert vom Restaurant und der Möglichkeit eben dort noch ein Essen für umme bekommen zu können, habe ich die es sogleich bemerkende Schwägerin in spe überredet das Gutscheinbuch einzupacken. Die gute Seele hatte zusehends ein schlechtes Gewissen. Meines kam erst, als die Bedienung uns auf den Parkplatz nachgerannt kam. `Honn I oigentlich eier Gutschei griagt?`. Weil wenn nicht, müsse sie das Essen bezahlen. Soweit habe ich in meiner kriminellen Blauäugigkeit nicht gedacht…

Spaziergang


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BauchBeinePo

Mit Mama heute Bauch Beine Po Übungen genmacht. Und zum ersten mal in meinem Leben habe ich mehr Übungen machen können als sie.
Adil sei dank.

Donnerstag, September 01, 2005

Deutsche Flügel

Durch die neuen Entwicklungen des billigen Fliegens hat sich nun auch Herr K. endlich ein Ticket besorgen können und statt der doppelt so teuren Bahnfahrt sich ein doppelt so schnelles Fluggefährt ergattert. Kleines Übel: auch der Mobb fliegt mit. So begegnet man Mitfünfzigerinen die vier verschiedene Farben in ihren Haaren zur Schau tragen, ihre fetten braungebrannten und von Solarium gefälteten Füße durch die Sandalenriemen gequetscht, steht sie schon lange Schlange, weil sie ja einen Fensterplatz will, unterhält sich mit ihrem Pendant in grün und lacht sich das Zahnfleisch frei. Herr K. trotz `Sicherheitsnummer` ( so nennt man die Boardingnummer neuerdings, wahrscheinlich um den Fluggästen eine Sicherheit vorzugaukeln, die es gar nicht gibt oder geben müsste) jenseits der dreißig, nicht alt ist und keine Kinder mit sich schleppt, und trotz der Tatsache, dass er sich nicht um einen Fensterplatz schert, bekommt eben solch einen. Und sogar eine ganze Sitzreihe für sich. Fünfzig Minuten später fällt er glücklich in die Arme seiner jungen Mutter, die sich für den lang ersehnten Augenblick des Wiedersehens für diesen Zwecke eigens eine Luxuslimousine gemietet hat und geschwind wie nie zuvor mit ihm in die heimatlichen Gefilden huscht.

Mittwoch, August 31, 2005

Bändchen

Schnell schnell zu deine Stimme gegen Armut gehen und unterschreiben. Zwei Minuten deiner Zeit und ein kleiner Schritt in die Richtige Richtung. Und wenn du dann noch hipp sein willst, kannst du das tolle Armband kaufen und alle anderen darauf aufmerksam machen.
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Ich habe das schon zu duzenden getan… Und wenn wir uns damit alle anstrengen ist in zwei Wochen die Armut der Dritten Welt vorbei. Alle haben dann immer was zu essen, Schmetterlinge fliegen durch die Luft. Löwen liegen mit Gazelen am See und freuen sich über ihre Gemeinschaft. Kinder streicheln Hyänen und spielen mit Schlangen und Bürgerkriege haben ein Ende.

Dienstag, August 30, 2005

Engel

Nach sechs einhalb Wochen endlich der verdiente letzte Tag. Ich in der Sprechstunde mit meinem Professörchen. Salben, Cremes und Vitamintabletten beschenkt glücklich nach dem letzten Patient mit dem Gott in weiß die Klinik verlassend unterhalte ich mich mit ihm über das nun gute Wetter und wie toll für uns, dass es nun da wir beide jetzt Urlaub haben doch noch für einen Spätsommer sich zu bilden scheint, meint er dazu, dass die Sonne scheint, wenn die Engel Urlaub machen…

Samstag, August 27, 2005

Mittwoch, August 24, 2005

Herr D.

Wie toll ist doch das Internet. Da hört man Jahre lang nichts von einer bestimmten Person, die man gerne hat, aber aus verschiedenen Gründen aus den Augen und dem Netz verlor und dann findet man ihn in ebendiesem aus Zufall wieder. Nun ganz zufällig war es dann auch nicht. Mir fiel ein, dass der Herr mal ein Buch schreiben wollte, warum mir das gerade einfällt, wenn ich in meinem Dermabuch Geschlechtskrankheiten lerne, weiß ich auch nicht, aber jedenfalls jeder Ablenkung meines Buches folgend, gab ich dann seinen Namen bei Google ein. Und unglaublich. Da war er. Hat ein Buch verfasst, einige Journals veröffentlicht und vor allem einen Artikel geschrieben, der meine mir schon seit langem auf dem Herzen liegenden Frage Antwort verschafft. Also doch.

Montag, August 22, 2005

weißes wissen

Ich finde der weiße Kittel wird überbewertet. Aber nun mal glaubt der gemeine Patient nicht, dass man einen Heilberuf ausübt, wenn man nicht diesen hässlichen, lästigen und vor allem viel zu warmen Kittel anhat. Das ist dasselbe mit dem dummen Doktortitel. Sagt nichts über das Wissen eines Menschen aus, aber hat man ihn nicht, wird man nicht als Arzt erkannt.
Und so kam es, dass ich meinen Kittel nicht angezogen habe heute früh (Begründung siehe oben, die letzte der dreien) und von der Oberärztin darauf hingewiesen wurde, dass sie das ohne Kittel den Patienten gegenüber nicht so prickelnd fände ( man beachte auch die kreative und dynamische Wortwahl der Dame).
Also dann halt doch schwitzen.

Samstag, August 20, 2005

planschen




Ich mag schwimmen gehen.

Freitag, August 19, 2005

alles rosa oder was?

Herr K. betritt mit dem Oberarzt einer dermatologischen Klinik ein Behandlungszimmer, in welchem eine relativ hübsche und sympathisch wirkende junge Dame auf die beiden wartet. Ihr Anliegen, sie schwitze zuviel. Jedoch beträgt die derzeit gemessene Temperatur im Raume ca. 26 Grad. Sie bekleidet in T-shirt und rosa Pullover. Als wir sie bitten ihre Achseln vorzuzeigen sind die trockener als Flüsse in der Sahara. Ihre objektiv gemessenen Schwitzwerte mittels Gravimetrie geben Auskunft darüber, dass sie weniger schwitzt als irgendwer auf diesem Planeten, faktisch null. All diese Erläuterungen und der Hinweis darauf, dass die Werbung versucht uns weis zu machen, dass niemand jemals schwitzen dürfe und wir in diesem speziellen Falle nicht verstehen, weshalb sie sich so anstelle, besonders da sie ja wie gesagt einen Pullover trage und weder Botox benötige noch eine OP sondern einfach mit handelsüblichen Deos auskommen müsse, scheinen sie kirre gemacht zu haben. Wie aus dem Nichts heraus schreit sie `na dann bedanke ich mich herzlich`, springt vom Stuhl auf, nimmt mit ihren passend zum Pullover rosa gefärbten Fingernägeln besetzten Fingerchen die sie um nur einige Akzente davon abweichende etwas heller rosafarbene Tasche und läuft mit ihren etwas dunkler rosafarbenen Schuhen auf die Türe zu. Dass ihr die dazu konträre bordeauxfarbene Blume im Haar nicht beim theatralisch zur Seite geworfenen Kopf nicht von dem eben selben fällt kann nur durch den noch glänzenden Haarlack verbracht worden sein. Und ehe wir uns versehen schlägt die Türe mit einer Wucht in die Angel, dass ich es jetzt noch in meinen Ohren klingeln höre. Der Oberarzt sichtlich aufgebracht auf den Gang hetzend und ihr die Bitte nachrufend sie solle sich doch bessere Umgangsformen aneignen entgegnet sie schuhklappernd davonlaufend mit diversen Schimpfworten.
Ich platze innerlich vor Lachen, halte mir den Bauch und muss mich so beherrschen meine Fassung zu wahren vor dem empörten Arzt und bin glücklich als er endlich lächelt und ich meinem Frohsinn freien Lauf lassen darf.

Mittwoch, August 17, 2005

Vietnam?

Herr K. betritt ein Behandlungzimmer einer dermatologischen Klinik und stellt sich dem dort schon wartenden und Kreuzworträtsel ausfüllenden Patienten als Famulanten vor, erklärt kurz, dass der behandelnde Arzt gleich kommen wird (dass eben dieser sich gerade mit einer total psychotischen Mutter auseinandersetzten muss, aufgrund dessen Herr K. nun in diesem Zimmer verweilen solle ist eine andere Geschichte).

Herr K.: na, sie vertreiben sich die Wartezeit wohl mit Kreuzworträtseln?
Patient: (rätselhafter Gesichtsausdruck) Vietnam?
Herr K.: wie bitte?
Patient.: Vietnam? (fuchtelt wild mit seinen Händen um seinen Kopf)
Herr K. : nein.
Patient: Aber sie sind doch Ausländer?
Herr K.: nein, aus Süddeutschland.
Patient.: Aber sie sprechen doch auch… und überhaupt…

Herr K. ist aufgrund des Ereignisses verdutzt und weiß nicht was sagen. Der Patient ebenfalls peinlich berührt versucht die Stimmung mit dummen Fragen wieder aufzufangen. Vergeblich.
Endlich kommt der Arzt hinzu und wir kümmern uns um das Ulcus cruris.

Montag, August 15, 2005

Jemand

Ich bin verstört. Da lädt man sich Freunde zu Freunden dazu, picknickt mit ihnen, macht netterweise Fotos und verschickt diese aus reinster Liebherzlichkeit. Nicht nur das, nein, die Fotos wurden mit einem Bildverarbeitungsprogramm noch schöner gemacht und dann beklagt sich jemand, dass auf dem Bild ein Leberfleck verschwunden sei, dabei sah es aus wie eine Hautirritation.

Sonntag, August 14, 2005

Frau Holle

Als ich heute früh meine Bettdecke ausschüttelte fühlte ich mich an die Zeit erinnert als meine Großmutter mir Märchen erzählte.
Manches mal, da erzählte sie nicht mehr, denn ich war eigentlich recht ungeduldig. Wenn ich eins kannte, da langweilte ich mich zu sehr um es nochmals zu hören, da wollte ich dann lieber Mittelpunkt des Geschehens sein. Also gab sie sich hin, mit mir die Märchen nachzuspielen. Wie etwa Schneewittchen, wobei ich eben jenes verkörperte und meine Großmutter alle anderen Charaktere darstellen musste. Sie war der König, die Hexe der Jäger, alle sieben Zwerge, der Prinz. Hätte es wichtige nicht auffindbare Gegenstände gegeben, ich bin mir sicher, sie hätte auch diesen Part übernommen. Wir spielten vornehmlich Schneewittchen, wenn der Gemüselieferant vorbeikam (das war immer donnerstags) und wir uns wie wild auf die Apfelkiste stürzten um einen zu finden, der auf der einen Seite grün, auf der anderen rot war, so dass unser kleine Inszenierung auch sehr authentisch wirkte.
Aber nun zurück zu diesem morgen. Da kam ich mir nämlich wie bei Frau Holle vor, meine gesamte Bettdecke scheint sich aufgelöst zu haben. Und so kam es, dass es in unserem Garten begann zu schneien.





Samstag, August 13, 2005

Türklinke

Als Herr K. heute in tiefen Träumen seine seit einigen Tagen geplagten Schlafdefizite ausgleichen wollte, zumindest in kleinen Teilen, er war gerade dabei wirr von verstorbenen Familienmitgliedern zu träumen, vernahm er leise ein Geräusch das einer niedergedrückten Türklinke glich. Seine noch verkrusteten Äuglein reibend saß ihm der Schreck noch tief im Mark. War es doch der junge Mann der sich Zeit seines Umzuges in seiner Wohnung befand und stets das Bett nie vor der Mittagssonne verließ, der den jungen Herr K. an diesem Tage erweckte. Die Tatsache dass Herr K. es nicht zu seinen Gepflogenheiten zählen konnte nach einem erweckten Schlafe wieder in denselbigen zu fallen, und dabei wusste er sich nicht zu helfen, war er doch diesem Unvermögen leid, trug es ihm doch schon so oft zur Gemütsdepression hin, hielt die Unruhe ihn nun wach, wobei der Türklinken niederdrückende sogleich in tiefen Schlafe verfiel.

Freitag, August 12, 2005

Blumenbabies







Wir haben so tolle Blumenbabies. Die riechen so gut. Weiß einer wie die heißen?