Sonntag, November 20, 2005

Kirchenlast

Schafft doch die Kirchenglocken ab! Ich kann ja verstehen, dass es im Mittelalter von Nutzen war zur vollen oder auch zu halben/viertel Stunden einen oder eben mehrere Schläge zu vernehmen, um sich zeitlich zu orientieren. Die Menschlein hatten ja noch keine eigenen Uhren. Und ich respektiere auch die religiöse Freiheiten, die das kirchliche Geläut schützt. Aber wer respektiert denn meine Ausschlaffreiheit? Seit Wochen, vielleicht auch Monaten habe ich nicht mehr ausgeschlafen, will heißen wurde ich nicht durch den lästigen Wecker geweckt, sondern durch meine Traumfreiheit. Und dann heute das Gebimmel.
Glaubt denn die Kirche, sie lockt ihre Schäfchen durch das ohrenbetäubende, lästige Schlagen von metallenen Gegenständen? Sind denn die Christen so schwach, dass wenn sie zu ihrem Gebieter pilgern, das nicht ohne die kirchlichen Warnungen schaffen? Möge doch jeder Verfechter des dümmlichen Geläutes an den Glockenbimmel gehängt und mitgeläutet werden.

Samstag, November 19, 2005

Schnabelnapped

Vor zwei Tagen als die ersten Schneeflöckchen den Winter ankündigten wollte ich den Auslöser drücken. Aber spätestens jetzt würde hier, wäre meine bucklige Verwandschaft nicht dermaßen undankbar und würde mir endlich meinen Herrn Schnabel schicken, ein Bildchen zu sehen sein, welches die Schnee bedeckten Giebeln des Hauses gegenüber zeigt.

Donnerstag, November 17, 2005

Der Chat

Herr K. und Camus treffen sich im chat, woraufhin sie sich über Herr K.s letzten Eintrag und Camus Kommentar dazu unterhalten.

Herr K. sagt: so wirst du aber nicht lieblingsleser
Camus sagt: soso
Herr K. sagt: und du bist so knapp davor
Camus sagt: werd ich doch eh nicht, da kann ich auch mal systemkritik betreiben.
Herr K. sagt: das machst du nun alles aus trotz und angst du könntest es nicht sein und verdirbst dir es damit, kannst dann aber sagen es habe daran gelegen
Camus sagt: oder meinst du doch?
Camus sagt: himmel, ich streng mich doch schon an!
Herr K. sagt: so entziehst du dich der ehrlichen losung des lieblingslesers
Camus sagt: ...
Camus sagt: ich werde buße tun und mich bessern
.
Herr K. sagt: wir tun so, als hätte es diesen disput nie gegeben
Camus sagt: hm... warum?
Herr K. sagt: damit ich ehrlich entscheiden kann. ohne querelen

Sorgsamkeit

Lieber Herr K.,
Ich lese immer begeistert deinen Blog. Ich finde das ist einfach der Beste, den es in der deutschen Bloglandschaft gibt. Du musst wirklich ein toller Mensch sein. Am liebsten würde ich dich mal kennen lernen. Aber weshalb ich eigentlich schreibe: ich mache mir Sorgen um dich. So lange hast du schon nichts mehr in dein Internettagebuch geschrieben. Lebst du denn noch?
Der sorgsame Leser

Lieber Leser,
vielen dank für die Schmeicheleien, wenn ich wüsste wer du bist, könnte man annehmen du wollest den Preis als Lieblingsleser an dich reißen. Übrigens eine Nominierung die noch aussteht, wie so vieles, zu dem ich einfach die Zeit nicht finde. Der Grund meiner Blogabstinenz liegt in meinem Studium begründet und wird so schnell sich nicht ändern. Ich versuche aber nach und nach mir die Zeit freizuschaufeln, besonders jetzt, wo ich weiß, dass es einen Leser mehr gibt. Gib dich doch das nächste mal zu erkennen, vielleicht wirst du dann Lieblingsleser.
Allerliebst,
Herr K.

Sonntag, November 06, 2005

Blümerant

Ich lebe seit nunmehr knapp 3 Jahren in dieser Wohnung und schmückte meine Fenster lediglich mit Bambusrollos. Nachdem ich festgestellt hatte, dass man durch diese hindurch sehen kann, machte ich mir gar nicht mehr die Mühe sie abends ab und morgens wieder aufzurollen. Wozu auch. In diesen 3 Jahren konnten meine Gegenüberwohnenden mein gesamtes innerräumliches Leben verfolgen. Wie ich lerne, lese, Musik höre, mich an und ausziehe und was auch immer noch.
Vor drei Wochen habe ich mir endlich
Vorhänge zugelegt. Jetzt ist das Paar von gegenüber ausgezogen….

Gayling

War gestern im Expertenchat eines Radiosenders und nicht schlecht erstaunt als die Stimme des Moderators im Radio meinen Namen nennt. Wie interaktiv.
Leider hab ich nicht gewonnen. Es wurde nämlich alle halbe Stunde ein Rätsel gestellt, welches gelöst Punkte (Gaylinge) gab, die man sammeln konnte und sich durch Ware ausbezahlen lassen kann. Nächste Woche mache ich wieder mit. Und dann sahne ich ab. Macht doch auch mit. Samstags 20.00 Uhr. Hier.

Samstag, November 05, 2005

Leserbrief

Sehr geehrter Herr K.,
verzeihen Sie, wenn ich mich so unbekannt an Sie wende, doch bin ich begeisterter Leser ihres Blogs und derzeit in einer Sinnfrage verfangen und dachte mir, vielleicht könnten Sie sich mit ihrer Weisheit meinem Problem annehmen.
Ich bin ein 25 jähriger Student, eigentlich lebensfroh und lustig. Ich bin heute abend zu einer Party eingeladen, auf die ich mich auch sehr gefreut habe, doch nun kurz davor empfinde ich Unentschlossenheit über den Sinn des Festes. Man geht doch zu einer Party, um sich mit neuen Menschen zu unterhalten, zu tanzen, etwas zu trinken und wenn man nicht in festen Händen ist, um jemanden abzuschleppen. Nun kommt es aber so, dass ich eine Beziehung führe, keine Lust habe mich zu betrinken und auch so gar nicht neue Leute kennen lernen will. Zudem sind mir manche Freunde zu anstrengend, zumindest im Haufen und so sehe ich der Party mit Desinteresse entgegen, möchte andererseits aber auch nichts verpassen und nur alleine zuhause sitzen. Was tun?
Der anonymbleibendwollende Leser



Lieber Leser,
hast du nicht geschrieben, dass du in festen Händen bist? Warum musst du dann deinen Abend alleine verbringen? Oder warum triffst du dich nicht mit anderen Freunden, gehst ins Kino oder trinkst mit besten Letzteren einen Rotwein? Es muss ja auch nicht immer das volle Programm sein. Und warum nicht neue Leute kennen lernen? Jeder Unbekannte ist ein potentiell neuer Freund.
Aber nun mein eigentlicher Rat. Mach dich nicht verrückt. Warte bist die Stunde kommt, frage dich ob du Lust hast hinzugehen. Und falls ja, dann geh, wenn nicht, dann bleib zuhause. Lass dich nicht von falschen Erwartungshaltungen irren, schon gar nicht wenn es deine eigenen sind.
Herr K.

Freitag, November 04, 2005

Halbblutprinz

So, ich habe es nun in den letzten sieben Stunden vollbracht. Ich habe endlich die letzte Hälfte des sechsten und derzeit letzten Bandes der Harry Potter Septologie gelesen und bin einerseits traurig, dass ich nun noch eine Weile warten muss um das Ende der Gesamtgeschichte zu erfahren, andererseits aber auch hocherfreut darüber, dass da kein Buch mehr liegt, dass mich zum wiederholten Male vom Lernen ablenkt.
Ich möchte den werten Lesern nichts über die Handlungsstränge verraten, da es ja noch solche geben soll, die noch nicht alles gelesen haben, und so mag ich als einziges anmerken, dass ich in den letzten Seiten Muckels Tränen überströmtes Gesicht vor mir gesehen habe, da sie als eine der ersten die dieses Buch las nicht, im Gegensatz zu mir, über der Tragödien Lauf wenn auch nur teils informiert war und Wissen über letzteres mich nicht davon abhielt ihrem Vorbild zu folgen, auch wenn ebendieses an diesem Zeitpunkt allenfalls Gemutmaßt sei.

Donnerstag, November 03, 2005

Kuba

Der Herr Schnabel ist in Kuba. Kurz vor dem damaligen Wirbelsturm, ich glaube es war Wilma, ist er noch mit komischem Gefühl ins Flugobjekt gehuscht und erfreut sich nun am warmen Strande mit Mojitos und Havannas.
Wie kommt es eigentlich dass all meine Besitztümer die Welt bereisen, während ich 47 Stunden pro Tag lernen muss?

Mittwoch, November 02, 2005

Lieblingsleser

Ich habe mir überlegt ich wähle nun mal den/die Lieblingleser/in meines Blogs. Eigentlich wollte ich die Wahl schon treffen, habe mir nun aber überlegt, dass ich den lieben Lesern die Gelegenheit geben möchte sich zu profilieren. Also nun, wie wird man Lieblingsleser?
Allererstmals sollte man meinen Blog lieben, so wie mich. Man könnte das dadurch zeigen, dass man ihn regelmäßig liest. Kommentare schreiben wäre eine Möglichkeit dies zu beweisen. Mir in meiner schweren Lernzeit Schokolade zu schicken oder Selbstgebackenes könnte auch gewisse Bonuspunkte einbringen. Einen Superbonus, vergleichbar dem goldenen Schnatz bekommt derjenige, der mir ein open end Flugticket nach Sydney schenkt, wahlweise auch ein anderes Reiseziel. Also los, der Countdown läuft.

Dienstag, November 01, 2005

Die Kraxe ist zurück

Die Kraxe ist zurück. Genau genommen schon seit 2 oder 3 Wochen, doch wollte sie sich nicht von ihrer reizenden Entführerin, der Mme Fufu trennen. Nun ist sie heimgekehrt und liegt unter meinem Bett, träumt davon wie schön es doch in Afrika war

und wie gerne sie wieder in den Urlaub fahren würde. Die Kraxe meinte Paris wäre schön, an Sylvester, oder Japan zur Kirschblüte. Leider konnte ich der Kaxen Fernweh nicht beschwichtigen, muss ich doch meine eigenen Läuse vom Kopfe essen und mit dicken Wolldecken und Eskimostiefeln mein Dasein in meiner kalten Wohnung fristen, den das im Buch notierten Texte anstreichenden Finger halb abgefroren weil aus Decke schauend.

Montag, Oktober 31, 2005

Namenstag

Vor Jahren, als ich noch klein war, bin ich am heutigen Datum mit meiner lieben Großmama spazieren gelaufen und sie hat mir leckere Trinkerlis und Süßigkeiten gekauft. Sie hielt diesen Tag für fast noch wichtiger und feiernswerter als den Geburtstag und war tödlich beleidigt, wenn man den ihren vergessen hat. Aber dieses gottlose bzw. protestantische Pack hier schert sich herzlich wenig um meinen Namenstag.

Mittwoch, Oktober 26, 2005

Freitag, Oktober 21, 2005

Dienstag, Oktober 18, 2005

Meisen

Heute haben wir die Meisenknödelzeit eingeläutet. Wenigstens die sollen nicht hungern.

Montag, Oktober 17, 2005

Peinlichkeiten

Herr K. war am Wochenende auf eine Party eingeladen. Sachsen-Anhalt. Der Freund der Freundin S., der ebendieses Fest feierte und veranstaltete, wird meine Wenigkeit und die Begleitung, das Fräulein B. bestimmt nie mehr einladen. Der Herr K. und das Fräulein B. wagen sich seither nicht mehr unter die Augen einiger der Partyteilnehmer und das aus guten Grunde. Da die gewöhnliche Sippschaft aus Fußballprolls bestand, kamen die beiden Gefährten nicht umhin sich die Festivität schön zu trinken, wobei sie etwas zu tief ins Glas schauten.
Im Zuge dessen schnupperten sie etwa dreißig mal am Revers einer hübschen Rothaarigen, weil sie ihr Parfum interessant fanden, fragten die anderen Partyteilnehmer sehr eindringlich, ob der Gastgeber eigentlich schwul ist und ob sie das denn nicht ausprobiert hätten und als Höhe der Peinlichkeiten, zumindest deren von denen hier berichtet werden soll, fand Herr K. es überaus amüsant folgenden Satz über die gesamte Menschenmenge zu rufen: Hey S., hier ist der Freund von dem den du überhaupt nicht leiden kannst. Weshalb ebenjener sich daraufhin verflüchtigte, konnte Herr K. erst nach Wiedererlangen seines Bewusstseins erörtern.

Sonntag, Oktober 16, 2005

back

Ich habe den messenger wieder installiert. Aber Phillipp bleibt oben.

Mittwoch, Oktober 12, 2005

Pause

So, nun habe ich für dieses Semester und das daran anschließende Examen einen Lernplan erstellt und um alles erfüllen zu können müsste ich eigentlich 28 Stunden pro Tag effektiv lernen. Und da habe ich beschlossen mich von jeglichen Ablenkungen fern zu halten, Phillipp wieder auf den Speicher zu verbannen, meinen messenger zu deinstallieren, sowie auch die bloglines und das bloglesen und schreiben an sich.

Freitag, Oktober 07, 2005

Tom Riddle

Als ich das erste mal von ihm hörte, da hat der Klotz, in Norddeutschland auch Waldschrat genannt, Zeilen des Buches über ihn abgeschrieben, für ihren kleinen Bruder. Wie ein Lauffeuer hat sich eine Epidemie entwickelt, derer ich nicht angesteckt werden wollte und habe stärkstens versucht mich ihm zu verwehren. Die Filme über ihn hab ich mir dann aber doch angeschaut und nunmehr innerhalb der letzen Tage alle drei nochmals. Und heute konnte ich mich seinem Bann nicht weiter entziehen und habe mir das vierte Buch gekauft, wenigstens auf englisch, um dabei noch etwas zu lernen, und binnen weniger Stunden knapp ein viertel des achthundert Seiten Epos durchgelesen. Spannend.

Montag, Oktober 03, 2005

Wiedervereinigung

Wiedervereinigung. Man könnte wahrscheinlich tausende Seiten darüber schreiben, wie etwa über die Mauer in den Köpfen der Menschen. Ich tu es nicht. Ich mag nur erwähnen, dass ich mich aufgrund der ganzen Sache freue, dass ich so liebe Menschen wie Mme Fufu und Karantula kennen gelernt habe und dass ich in dieser hübschen Stadt studieren darf und dass Angela doch endlich Kanzlerin wird.

Sonntag, Oktober 02, 2005

Dresdner Wahl

Nun, es ist vollbracht. Herr K. war bei der Wahl. Ganz unspektakulär. Es waren weder Fernsehteams da, die gefragt hätten, ob und gegebenenfalls warum meine Entscheidung durch die Nachwahl in irgendeiner Weise geändert worden seien, noch irgendwelche Fraktionsvorsitzende oder deren Helfer, die mir hätten meine Stimme abkaufen wollen. So habe ich meiner Seele getreu gewählt und blicke gespannt in unsere politische Zukunft.