Freitag, Juli 21, 2006

Wal in Dresden


In Dresden wurde ein Wal gesichtet. Genau genommen war es schon immer da, direkt vor unseren Augen. Aber man erwartet so etwas ja nicht, hier in Mitteldeutschland, so ganz ohne Meer.
Und was habt ihr?

Samstag, Juli 15, 2006

Lebensende

Gestern war ich auf der Abschlussparty des unteren Jahrganges. Da ich letztes Jahr zu der meinigen als Nachtwache einer psychosomatischen Klinik arbeiten musste- es wollte verständlicherweise niemand tauschen, da ja alle eben dort hin wollten- mochte ich mir das Schauspiel dieses Mal nicht entgehen lassen. Eigentlich eine nette Idee ein Fest in den heiligen Hallen des medizinisch theoretischen Zentrums zu veranstalten. Jener Ort, der einem in der Vorklinik so manchen Schweißausbruch verschuldete, an dem man Leichen präparieren und Kakerlaken unterm Mikroskop sezieren durfte.
Doch weshalb eigentlich diese Party? Sie soll den Abschluss des theoretischen Teils des Studiums nach 5 Jahren bilden. Der Abschluss des freien Lebens. Kein wahllos einteilbarer Tagsablauf mehr. Kein Ausschlafen. Keine Semesterferien. Kein soziales Treffen mehr in Vorlesungen oder Mensa. Also eigentlich eine Trauerfeier.
Die Menschlein waren aber außerordentlich guter und ausgelassener Stimmung. Wahrscheinlich rennen sie noch der Illusion hinterher nun vieles zu lernen, dass die eigentliche Profession jetzt beginne, man können nun endlich Menschen heilen. Dass man aber im Praktischen Jahr sein Hirn auf Sparflamme setzen muss, um nicht zu verzweifeln, das sagt einem niemand. Dass man vor sechs Uhr aus dem Bett muss, pünktlich zu Visite zu sein um müde zu lächeln, Frühbesprechungen und Chefvistin zu erleben, die einem nicht das Geringste sagen oder interessieren, man von seinesgleichen getrennt wird und dann in den OP gestellt wird, Haken zu halten, die einem die Finger taub machen und deren Ende im nicht sichtbaren OP-Gebiet verschwinden, Rüge der Oberärzte über sich ergehen lassen und überhaupt die Tatsache, dass man macht was man schon immer NICHT machen wollte, das wird einem dann erst bewusst, wenn man drin steckt. Aber trotz aller Empirie, die Hoffnung dass der Tag des inneren Seelenfriedens kommt lodert noch in mir.

Mittwoch, Juli 12, 2006

Paul

Endlich hat Herr K. ein Haustier bekommen. Es ist pflegeleicht und lieb, macht keine Arbeit und selbst die große Leserschaft kann mit ihm spielen. Ihr könnt ihn rechts oben im Bild sehen. Klickt ihn einfach an. Oder gebt ihm was zu fressen.

Dienstag, Juli 11, 2006

Die Hochzeit

Wenn Freunde aus der Schule, Uni oder sonstigen Bekanntenkreis auf einmal anfangen zu heiraten und Kinder zu bekommen, da merkt man, dass das Leben an einem vorbeizieht und wenn man sich nicht vorsieht, sitzt man mit weißem Haar in einer Berghütte, mit der einen Hand die Pfeife haltend, die andere stets den Golden Retriever tätschelnd...


Montag, Juli 10, 2006

Schade dass die beste Sängerin aller Zeiten sich so gehen ließ. Mit Löchern im Nasenseptum singt es sich bestimmt nicht mehr so gut.

Whitney Houston - All At Once

Herr K.s Lieblingstitel

Sonntag, Juli 02, 2006

Götterdämmerung

Gestern Nachmittag, gegen 16.00 Uhr. Lipsiusbau auf den Brühlschen Terrassen, Dresden.
Zwei hoch gewachsene adrette Personen betreten die Kunsthalle. Dunkles Haar, alabasterfarbene Haut, grazile Gesichtszüge. Einige Zeitgenossen mutmaßen über deren Ähnlichkeit. Wilde Theorien über ein Entzweien der vermeintlichen Geschwister in ihrer Kindheit wird jüngst immer wieder diskutiert.
Ein Hauch kosmopolitärer Eleganz durchweht die Ausstellung. Das Schnappen ihrer Krokodil und Pailletten besetzter Sandaletten, warmherziges Kichern über die Prüderie der Zwanziger, verbotenes Berühren der Statuetten. Kaum ein Besucher kann sich ihrem Bann entziehen.
Am Denker vorbei, durch Séparée geflüchtet, immer im Auge der Kameras, entschwinden die Hoheiten über Wendelstufen in die Bildhauerwerkstatt, eine kreative Enklave der Anonymität. Unerkannt dürfen die jungen Herrschaften hier ihre irdischen Züge erkunden. Aus Lehm formen sie kleine Skulpturen, die, wurde ihnen erst einmal Leben eingehaucht, den Auserwählten zum Erlangen der Weltherrschaft dienen werden.

Phoenix


Als Arinna (Hethitische Sonnengöttin) die Welt erschaffen hatte und über ihr Angesicht wandelte, war dies noch kalt und leer. So beschloss sie Leben zu erschaffen, an dem sich ihr Auge erfreuen konnte. Als erstes ließ sie die Pflanzen entstehen, dann die Tiere und Vögel. Doch schon bald musste sie feststellen, dass es zu kalt und zu dunkel für ihre Geschöpfe war. Und sie ging daran der Welt Licht zu schenken, indem sie mit ihrem flammenden Schwert einen großen dunklen Stern am Firmament entzündete. Dabei fielen schwelende Funken herab und entzündeten das Nest des Urvogels im Garten der Göttin. Mit einem gewaltigen Feuerschlag ging sein Nest in Flammen auf und verbrannte seinen goldgefiederten Körper. Doch aus der Asche erhob sich strahlend jung und glänzend der Vogel des Paradieses, neu geboren aus den lodernden Himmelsflammen. Das Feuer hatte nur seine äußere Hülle verbrannt, und aus der Asche erhob sich der wiedergeborene Phönix. Sein Gefieder war an Hals und Kopf noch golden, wie die Strahlen der Sonne am Morgen, aber sein Körper war purpurn, wie die Sonne, die abends tief am Horizont steht und die Schwanzfedern flammend rot, wie das Feuer aus dem er geboren war...
(mehr darüber hier)

Sonntag, Dezember 04, 2005

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Samstag, Dezember 03, 2005

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Sonntag, November 20, 2005

Glückwunsch

So, nun habe ich meine Entscheidung getroffen. Es ist wie es sich schon angebahnt hat. Der Lieblingsleser ist nicht nur einer. Nein. Ein Doppelpack. Will sagen, die einzigen zwei Leser die ich überhaupt habe. Camus und Mme Fufu (hier alphabetisch aufgelistet, sie sind gleichberechtigt, nicht das wieder Querelen kommen). Leider hat keiner von beiden, oder etwa ein ganz neuer Lesling es versucht mich durch weltliche Güter umzustimmen, auf sich aufmerksam zu machen. Nur pures selbstbezogenes sich in dem Mittelpunktrücken haben sie zustande gebracht. Kein Liebreiz, kein Schokolade. So wollte ich zuerst beide dissen, doch angesichts der vielen lieben Kommentare die durch sie zustande gekommen sind und ihre Dauerhaftigkeit im Lesen meiner langweiligen Gedanken haben sie es verdient. Und das Ringen um den ersten Platz ist ja nur verständlich und eigentlich ein Kompliment und somit eine Pluspunkt mehr.Herzlichen Glückwunsch, meine Lieblingsleser. Ihr seid die allertollsten.
Alle anderen, die sich hier nun zu kurz gekommen fühlen, sei angemerkt, dass nach der Wahl, vor der Wahl ist…

Kirchenlast

Schafft doch die Kirchenglocken ab! Ich kann ja verstehen, dass es im Mittelalter von Nutzen war zur vollen oder auch zu halben/viertel Stunden einen oder eben mehrere Schläge zu vernehmen, um sich zeitlich zu orientieren. Die Menschlein hatten ja noch keine eigenen Uhren. Und ich respektiere auch die religiöse Freiheiten, die das kirchliche Geläut schützt. Aber wer respektiert denn meine Ausschlaffreiheit? Seit Wochen, vielleicht auch Monaten habe ich nicht mehr ausgeschlafen, will heißen wurde ich nicht durch den lästigen Wecker geweckt, sondern durch meine Traumfreiheit. Und dann heute das Gebimmel.
Glaubt denn die Kirche, sie lockt ihre Schäfchen durch das ohrenbetäubende, lästige Schlagen von metallenen Gegenständen? Sind denn die Christen so schwach, dass wenn sie zu ihrem Gebieter pilgern, das nicht ohne die kirchlichen Warnungen schaffen? Möge doch jeder Verfechter des dümmlichen Geläutes an den Glockenbimmel gehängt und mitgeläutet werden.

Samstag, November 19, 2005

Schnabelnapped

Vor zwei Tagen als die ersten Schneeflöckchen den Winter ankündigten wollte ich den Auslöser drücken. Aber spätestens jetzt würde hier, wäre meine bucklige Verwandschaft nicht dermaßen undankbar und würde mir endlich meinen Herrn Schnabel schicken, ein Bildchen zu sehen sein, welches die Schnee bedeckten Giebeln des Hauses gegenüber zeigt.

Donnerstag, November 17, 2005

Der Chat

Herr K. und Camus treffen sich im chat, woraufhin sie sich über Herr K.s letzten Eintrag und Camus Kommentar dazu unterhalten.

Herr K. sagt: so wirst du aber nicht lieblingsleser
Camus sagt: soso
Herr K. sagt: und du bist so knapp davor
Camus sagt: werd ich doch eh nicht, da kann ich auch mal systemkritik betreiben.
Herr K. sagt: das machst du nun alles aus trotz und angst du könntest es nicht sein und verdirbst dir es damit, kannst dann aber sagen es habe daran gelegen
Camus sagt: oder meinst du doch?
Camus sagt: himmel, ich streng mich doch schon an!
Herr K. sagt: so entziehst du dich der ehrlichen losung des lieblingslesers
Camus sagt: ...
Camus sagt: ich werde buße tun und mich bessern
.
Herr K. sagt: wir tun so, als hätte es diesen disput nie gegeben
Camus sagt: hm... warum?
Herr K. sagt: damit ich ehrlich entscheiden kann. ohne querelen

Sorgsamkeit

Lieber Herr K.,
Ich lese immer begeistert deinen Blog. Ich finde das ist einfach der Beste, den es in der deutschen Bloglandschaft gibt. Du musst wirklich ein toller Mensch sein. Am liebsten würde ich dich mal kennen lernen. Aber weshalb ich eigentlich schreibe: ich mache mir Sorgen um dich. So lange hast du schon nichts mehr in dein Internettagebuch geschrieben. Lebst du denn noch?
Der sorgsame Leser

Lieber Leser,
vielen dank für die Schmeicheleien, wenn ich wüsste wer du bist, könnte man annehmen du wollest den Preis als Lieblingsleser an dich reißen. Übrigens eine Nominierung die noch aussteht, wie so vieles, zu dem ich einfach die Zeit nicht finde. Der Grund meiner Blogabstinenz liegt in meinem Studium begründet und wird so schnell sich nicht ändern. Ich versuche aber nach und nach mir die Zeit freizuschaufeln, besonders jetzt, wo ich weiß, dass es einen Leser mehr gibt. Gib dich doch das nächste mal zu erkennen, vielleicht wirst du dann Lieblingsleser.
Allerliebst,
Herr K.

Sonntag, November 06, 2005

Blümerant

Ich lebe seit nunmehr knapp 3 Jahren in dieser Wohnung und schmückte meine Fenster lediglich mit Bambusrollos. Nachdem ich festgestellt hatte, dass man durch diese hindurch sehen kann, machte ich mir gar nicht mehr die Mühe sie abends ab und morgens wieder aufzurollen. Wozu auch. In diesen 3 Jahren konnten meine Gegenüberwohnenden mein gesamtes innerräumliches Leben verfolgen. Wie ich lerne, lese, Musik höre, mich an und ausziehe und was auch immer noch.
Vor drei Wochen habe ich mir endlich
Vorhänge zugelegt. Jetzt ist das Paar von gegenüber ausgezogen….

Gayling

War gestern im Expertenchat eines Radiosenders und nicht schlecht erstaunt als die Stimme des Moderators im Radio meinen Namen nennt. Wie interaktiv.
Leider hab ich nicht gewonnen. Es wurde nämlich alle halbe Stunde ein Rätsel gestellt, welches gelöst Punkte (Gaylinge) gab, die man sammeln konnte und sich durch Ware ausbezahlen lassen kann. Nächste Woche mache ich wieder mit. Und dann sahne ich ab. Macht doch auch mit. Samstags 20.00 Uhr. Hier.

Samstag, November 05, 2005

Leserbrief

Sehr geehrter Herr K.,
verzeihen Sie, wenn ich mich so unbekannt an Sie wende, doch bin ich begeisterter Leser ihres Blogs und derzeit in einer Sinnfrage verfangen und dachte mir, vielleicht könnten Sie sich mit ihrer Weisheit meinem Problem annehmen.
Ich bin ein 25 jähriger Student, eigentlich lebensfroh und lustig. Ich bin heute abend zu einer Party eingeladen, auf die ich mich auch sehr gefreut habe, doch nun kurz davor empfinde ich Unentschlossenheit über den Sinn des Festes. Man geht doch zu einer Party, um sich mit neuen Menschen zu unterhalten, zu tanzen, etwas zu trinken und wenn man nicht in festen Händen ist, um jemanden abzuschleppen. Nun kommt es aber so, dass ich eine Beziehung führe, keine Lust habe mich zu betrinken und auch so gar nicht neue Leute kennen lernen will. Zudem sind mir manche Freunde zu anstrengend, zumindest im Haufen und so sehe ich der Party mit Desinteresse entgegen, möchte andererseits aber auch nichts verpassen und nur alleine zuhause sitzen. Was tun?
Der anonymbleibendwollende Leser



Lieber Leser,
hast du nicht geschrieben, dass du in festen Händen bist? Warum musst du dann deinen Abend alleine verbringen? Oder warum triffst du dich nicht mit anderen Freunden, gehst ins Kino oder trinkst mit besten Letzteren einen Rotwein? Es muss ja auch nicht immer das volle Programm sein. Und warum nicht neue Leute kennen lernen? Jeder Unbekannte ist ein potentiell neuer Freund.
Aber nun mein eigentlicher Rat. Mach dich nicht verrückt. Warte bist die Stunde kommt, frage dich ob du Lust hast hinzugehen. Und falls ja, dann geh, wenn nicht, dann bleib zuhause. Lass dich nicht von falschen Erwartungshaltungen irren, schon gar nicht wenn es deine eigenen sind.
Herr K.

Freitag, November 04, 2005

Halbblutprinz

So, ich habe es nun in den letzten sieben Stunden vollbracht. Ich habe endlich die letzte Hälfte des sechsten und derzeit letzten Bandes der Harry Potter Septologie gelesen und bin einerseits traurig, dass ich nun noch eine Weile warten muss um das Ende der Gesamtgeschichte zu erfahren, andererseits aber auch hocherfreut darüber, dass da kein Buch mehr liegt, dass mich zum wiederholten Male vom Lernen ablenkt.
Ich möchte den werten Lesern nichts über die Handlungsstränge verraten, da es ja noch solche geben soll, die noch nicht alles gelesen haben, und so mag ich als einziges anmerken, dass ich in den letzten Seiten Muckels Tränen überströmtes Gesicht vor mir gesehen habe, da sie als eine der ersten die dieses Buch las nicht, im Gegensatz zu mir, über der Tragödien Lauf wenn auch nur teils informiert war und Wissen über letzteres mich nicht davon abhielt ihrem Vorbild zu folgen, auch wenn ebendieses an diesem Zeitpunkt allenfalls Gemutmaßt sei.

Donnerstag, November 03, 2005

Kuba

Der Herr Schnabel ist in Kuba. Kurz vor dem damaligen Wirbelsturm, ich glaube es war Wilma, ist er noch mit komischem Gefühl ins Flugobjekt gehuscht und erfreut sich nun am warmen Strande mit Mojitos und Havannas.
Wie kommt es eigentlich dass all meine Besitztümer die Welt bereisen, während ich 47 Stunden pro Tag lernen muss?

Mittwoch, November 02, 2005

Lieblingsleser

Ich habe mir überlegt ich wähle nun mal den/die Lieblingleser/in meines Blogs. Eigentlich wollte ich die Wahl schon treffen, habe mir nun aber überlegt, dass ich den lieben Lesern die Gelegenheit geben möchte sich zu profilieren. Also nun, wie wird man Lieblingsleser?
Allererstmals sollte man meinen Blog lieben, so wie mich. Man könnte das dadurch zeigen, dass man ihn regelmäßig liest. Kommentare schreiben wäre eine Möglichkeit dies zu beweisen. Mir in meiner schweren Lernzeit Schokolade zu schicken oder Selbstgebackenes könnte auch gewisse Bonuspunkte einbringen. Einen Superbonus, vergleichbar dem goldenen Schnatz bekommt derjenige, der mir ein open end Flugticket nach Sydney schenkt, wahlweise auch ein anderes Reiseziel. Also los, der Countdown läuft.

Dienstag, November 01, 2005

Die Kraxe ist zurück

Die Kraxe ist zurück. Genau genommen schon seit 2 oder 3 Wochen, doch wollte sie sich nicht von ihrer reizenden Entführerin, der Mme Fufu trennen. Nun ist sie heimgekehrt und liegt unter meinem Bett, träumt davon wie schön es doch in Afrika war

und wie gerne sie wieder in den Urlaub fahren würde. Die Kraxe meinte Paris wäre schön, an Sylvester, oder Japan zur Kirschblüte. Leider konnte ich der Kaxen Fernweh nicht beschwichtigen, muss ich doch meine eigenen Läuse vom Kopfe essen und mit dicken Wolldecken und Eskimostiefeln mein Dasein in meiner kalten Wohnung fristen, den das im Buch notierten Texte anstreichenden Finger halb abgefroren weil aus Decke schauend.